Installation ˈEine Straße im Mondscheinˈ Braunschweig 1991 (Auswahl)

1991-2005, Archiv, Installationen

Rauminstalltion in der Kreuzstraße 115 (Braunschweig) zusammen mit Martina Becker im September 1991

Der Titel geht zurück auf den letzten Satz einer mysteriösen Spukgeschichte von Ambrose Bierce. Sie handelt vom plötzlichen Verschwinden eines Menschen und von der Erfahrung, dass es da eine unfassbare Grenze gibt, die zu überschreiten dem Mensch erst im Tod gelingt …

Zwei abgedunkelte Räume, mit einer Tür verbunden: Das schwache Zwielicht lässt nur schwach die Konturen eines Erdhügels im Raum erkennen, in dem ein Blecheimer vergraben steckt.

Eine Taschenlampe hängt von der Decke herab und leuchtet in den Eimerboden, der nur wenig mit Wasser bedeckt ist. Die Spiegelung wirft einen mondähnlichen Schein an die Zimmerdecke.

Auf der Türschwelle liegen große Stücke fester Gelatine, die von einer auf dem Boden liegenden Taschenlampe beleuchtet werden. Sie ‚glühen‘ wie in der Bewegung erstarrtes Feuer. Der Schein der Taschenlampe wirft ein schwaches Licht auf eine an der Wand postierte Reihe alter Milchflaschen, in denen Fotos einer sich umschauenden Frau stecken. Darüber erkennt man an die Wand geschrieben den letzten Satz der Geschichte ‚Eine Straße im Mondschein‘ von Ambrose Bierce.

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Straße im Mondschein 1991 Braunschweig

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Straße im Mondschein 1991 Braunschweig